„Jenny“ und „Jasper“, unsere zwei in Schweden bestellten Elche entwickeln sich prächtig. Sie wurden Mitte Mai in Bjurholm geboren und werden voraussichtlich schon im Oktober nach Hanau umziehen.
Cäsar sollte zur Vermeidung von Inzucht in den Tierpark nach Karlsruhe abgegeben werden. Leider hat Caesar den Transport nicht überlebt. Der Transport wurde von unserem Tierarzt sorgfältig geplant und durchgeführt. Trotzdem verläuft jeder Transport anders und jedes Tier verträgt eine Narkose nicht immer gleich gut. Fakt ist: Caesar hat die Narkose nicht überlebt – und dies bedauern wir alle zutiefst
Unser Caesar sollte seine Gene in Karlsruhe zum Einsatz bringen. Drei blutfremde Elchkühe warteten auf seinen Einsatz. Caesar war toll und Caesar war einzigartig – das haben auch wir, die Mitarbeiter des Parks so gesehen. Da wir aber keine drei Elchgehege im Wildpark besitzen, hätten bei dem Verbleib von Caesar im Wildpark immer zwei eng verwandte Tiere (Vater und Tochter oder Bruder und Schwester) zusammen gehalten werden müssen. Da die Inzucht aber fast immer mit einer als Inzuchtdepression bezeichneten Schwächung der vegetativen und generativen Leistungsfähigkeit verbunden ist, wollten wir durch die Abgabe von Caesar solches verhindern.
Die gestiegenen Kenntnisse über die Ansprüche von Wildtieren in menschlicher Obhut haben dazu geführt, dass sich die Tiere unter anderem auch gut fortpflanzen. Zuchterfolge, so erfreulich sie sind, sollten jedoch nicht Zufallsereignisse sein, sondern sie müssen das Ergebnis geplanter, auf den Erkenntnissen der Populationsgenetik beruhender Zuchtprogramme sein.Oberstes Gebot dabei ist die Erhaltung der höchstmöglichen genetischen Variabilität, d. h. die Vielfalt einer Art. Ein Elternpaar gibt seinem Nachwuchs 50 % seines gesamten Genmaterials mit. Schon die F1-Population verfügt dann nur noch über 75% der genetischen Variabilität der Elterngeneration. Nach fünf Generationen sind gerade mal noch 6 % der genetischen Variabilität der beiden Gründertiere der Population vorhanden. Variabilitätsverluste durch Inzucht führen somit zu einer genetischen Verarmung. Diese Gefahr versucht man durch ein geeignetes Zuchtmanagement zu minimieren.
Am 23.05.08 hat unsere Elchkuh "Vilma" ein gesundes Kälbchen zur Welt gebracht. Wir haben den Kleinen auf den Namen "Caesar" getauft. Mama "Vilma" erteilte schon den ersten Schwimmunterricht und "Caesar" erhielt bravourös das Seepferdchen, jetzt übt er für den Freischwimmer...