Geschichte


Der staatliche Wildpark "Alte Fasanerie" ist eine Einrichtung des Landes Hessen und wird vom Hessischen Forstamt Hanau-Wolfgang betrieben. Im Jahre 1710 ließ der Mainzer Erzbischof Lothar Franz von Schönborn in der "Unteren Fasanerie" das Jagdhaus (heutige Gaststätte) mit einer 38 Hektar umfassenden Fasanerie errichten. 1750 wurde durch den Erzbischof Karl Friedrich von Ostein die südlich gelegene "Obere Fasanerie" mit 107 Hektar erschlossen und mit einer 3800 Meter langen Bruchsteinmauer umgrenzt. 1803 ging das seinerzeit mit nur wenigen Bäumen bestandene Wiesengelände in den Besitz der Großherzöge von Hessen-Darmstadt über, die es mit Kiefern und Eichen aufforsten ließen und den Park bis zum Ende des 1. Weltkrieges als Hofjagdrevier nutzten. Am 11. Januar 1967 wurde die mittlerweile in das Eigentum des Landes Hessen übergegangene "Obere Fasanerie" auf Initiative der Gemeinde Klein-Auheim der Öffentlichkeit als Wildpark zugänglich gemacht.

Kleinere Dam- und Schwarzwildgatter bildeten den Anfang, bis die Hessische Landesforstverwaltung ab dem Jahr 1970 den systematischen und kontinuierlichen Ausbau des Wildparks durchführte. Wanderwege von 15 km Länge existieren im Wildpark. Ruhebänke für Rast oder Picknick, sowie Schutzhütten sind über den ganzen Park verteilt. Maßgeblichen Anteil an der Gestaltung, Ausführung und Finanzierung hat der Förderverein Wildpark "Alte Fasanerie" e.V.